Epochenübergreifend

DFG-Projekt: Bildliche Mythenrezeption im Mittelalter und der Epochendiskurs moderner Kunsthistoriographie

Absicht des Projekts ist es, ein zentrales Erklärungsmodell der modernen Kunsthistoriographie zur Antikenrezeption zu analysieren, auf seine Gültigkeit zu überprüfen und Alternativen zu diskutieren: das sogenannte Nachleben der antiken Götter im Mittelalter. Auf dem Prüfstein steht damit eine zentrale historiographische Denkfigur, die sich mit Nachlebenmodellen verknüpft: die diachrone Projektion sowohl der Wurzeln einer bestimmten Kultur als auch der radikalen Alterität auf eine spezifische historische Epoche. (Projektleitung: Prof. Dr. Ulrich Rehm)

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Moderne

Lichtenberg-Professur: Kunstkritik und Krisenrhetorik - Modellfall Kunstschriftstellerei

Critique is co-originary with modern culture and a fundamental instrument of modern self-awareness. This is particularly true of art criticism: It equally deals with a viewer's sensory-reflexive encounter with an object as well as with himself/herself as the discerning and reflecting subject. The current state of research is diametrically opposed to the relevance of the phenomenon: The genesis, history and methods of art criticism have only been touched upon. The currently prevalent talk of a "crisis" in art criticism is lacking a thorough analysis of the genre and its purpose. Thus, the primary focus of the professorship which is realized in cooperation with the Leuphana University Lüneburg is the fundamental question of what exactly can be considered art criticism and how it can constitute itself. (Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Stephanie Marchal)

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Frühe Neuzeit

DFG-Projekt: Kunsthistoriographie und Künstlerbiographik im 17. Jahrhundert. Giovanni Pietro Belloris Vitenwerk in seinen Kontexten

Giovanni Pietro Bellori verband mit seinen 1672 publizierten Viten von Malern, Bildhauern und Architekten des 17. Jahrhunderts neben den traditionellen Aufgaben der Biographik, nämlich der Informationsvermittlung und Evokation eines lebendigen Bildes der charakterisierten Persönlichkeit, auch ein kunsthistoriographisches Interesse. (Projektleitung: Prof. Dr. Valeska von Rosen).

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Habilitationsprojekt: Tiepolo und die Aufklärung des Bildes

Am Beispiel von Giambattista Tiepolos Palast- und Villendekorationen werden für die letzten fünf ‚goldenen‘ Jahrzehnte (1720-1770) aristokratischer Repräsentationskunst künstlerische Reformbestrebungen beschrieben. Die Bildstrukturen und ihre architekturgebundenen Präsentationsformen werden im Kontext einer aufklärerischen Ästhetische einer Neubewertung unterzogen. (Projektleitung: Dr. Alexander Linke)

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DFG-Projekt: Denkformen des Neuen in der venezianischen Kunstliteratur des Cinque- und Seicento

Ziel des Teilprojekts ist es zu zeigen, dass es in der italienischen Kunstliteratur der Frühen Neuzeit plurale Denk- und Argumentationsfiguren für das "Neue" und für die Relationierung von Vergangenheit und Gegenwart in den Künsten gab, die in ihrer Diversität bislang erst in Ansätzen wahrgenommen wurden. (Projektleitung: Prof. Dr. Valeska von Rosen; Teilprojekt der von der DFG geförderten FOR 2305: Diskursivierungen von Neuem. Tradition und Novation in Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit)

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Abgeschlossene Projekte

Buchprojekt: Ter Brugghen und die religiöse Bildsprache in den Niederlanden

Anders als es die Ausbildungsregeln niederländischer Künstler vorsahen, beschäftigte sich der Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen (1588-1629) auf seiner Reise nach Rom nicht mit der Antike oder der Hochrenaissance, sondern mit der damals zeitgenössischen Malerei, vor allem derjenigen Caravaggios, die in Rom um 1600 breit und kontrovers diskutiert wurde. Die Frage nach den Gründen für seine so expliziten Rekurse auf Caravaggios unkonventionelle und ihr Publikum oft frappierende Gemälde nach seiner Rückkehr in die Niederlande steht im Zentrum der Studie. Sie gewinnt an Brisanz, da ter Brugghen dort für ein konfessionell überaus heterogenes Publikum arbeitete. Wer also interessierte sich in Utrecht, Deventer und Diest für eine gegen normierte Darstellungsweisen des Religiösen verstoßende Bildsprache, worauf zielte ter Brugghen mit ihr? (Projektleitung: Prof. Dr. Valeska von Rosen)

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Buchprojekt: Ruhr-Universität Bochum – Architekturvision der Nachkriegsmoderne

1965 nahm die Ruhr-Universität Bochum den Lehrbetrieb auf – in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Die Architektur dieser ersten Universitätsgründung der Bundesrepublik ist programmatisch auf Bildungsreformen und -konzepte der 1960er Jahre bezogen und verortet sich zugleich in der internationalen Architekturentwicklung.
(Projektleitung: Prof. Dr. Richard Hoppe-Sailer, Prof. Dr. Cornelia Jöchner und Dr. Frank Schmitz)

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Buchprojekt: Typologie in der Frühen Neuzeit Genese und Semantik heilsgeschichtlicher Bildprogramme von der Cappella Sistina (1480) bis San Giovanni in Laterano (1650)

Michelangelo, Tintoretto, Rubens – sie alle sind Künstler, die sich in Hauptwerken auf das vermeintlich mittelalterliche Bildsystem der Typologie beziehen. In vergleichender Perspektive werden die neuzeitliche Theorie und Wirkungsgeschichte typologischer Bild- und Denkstrukturen zwischen Frührenaissance und Hochbarock erstmals systematisch erforscht. (Projektleitung: Dr. Alexander Linke)

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