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OPAC

Sprechstunden im WS 2014/2015

Vorlesungsverzeichnis WS 2014/2015

WEITERBILDENDES STUDIUM
KUNSTKRITIK & KURATORISCHES WISSEN

                

Die Praktiken des Kuratierens und der Kunstkritik gehen heute weit über das Präsentieren und Rezensieren von Kunst hinaus. Die jeweiligen Berufsfelder unterliegen seit geraumer Zeit einem tiefgreifenden Wandel und werden in einem stetigen Prozess immer wieder neu verhandelt. Die Arbeitsweisen von KünstlerInnen, AusstellungsmacherInnen, GestalterInnen und PublizistInnen haben sich in den vergangenen Jahren sowohl angenähert als auch ausdifferenziert. Dabei wurden neue Verfahren der Produktion, Vermittlung und Reflexion von kultureller Bedeutung entwickelt – unter selbstverständlicher Einbindung nicht nur kunsttheoretischer sondern auch gesellschaftlicher, politischer und philosophischer Fragestellungen.

Das von der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit der Kunsthalle Düsseldorf konzipierte Weiterbildende Studium Kunstkritik & Kuratorisches Wissen greift diese Veränderungen in der Kulturproduktion auf und bietet den TeilnehmerInnen den professionellen Rahmen und die individuelle Unterstützung zur Erprobung ebenso wie zur Reflexion zeitgemäßer kuratorischer und publizistischer Praktiken. Das Graduiertenprogramm vermittelt Methoden zur kritischen Auswahl, Ordnung, Präsentation und Vermittlung von moderner und zeitgenössischer Kunst gleichrangig mit Kriterien zur Analyse und Entwicklung von Ausstellungs- und Textformaten.

Ziel des Aufbaustudiengangs ist die Eröffnung neuer beruflicher Perspektiven und die optimale Vorbereitung auf anspruchsvolle Aufgaben im zeitgenössischen Kulturbetrieb. Daher wird das Weiterbildende Studium in enger Kooperation mit zahlreichen Museen, Ausstellungsinstitutionen und Medien in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Sein einzigartiges Profil zeichnet sich durch eine Doppelqualifikation für das kuratorische wie auch das publizistische Arbeitsfeld aus.

Kunstkritik & Kuratorisches Wissen vermittelt bis zu zwölf TeilnehmerInnen pro Jahr gleichermaßen anwendungsbezogen wie wissenschaftlich fundiert Kernkompetenzen für die berufliche Praxis. Die intensive Arbeit in einer kleinen Gruppe sowie die flexible, anpassungsfähige Struktur des Studiengangs gewährleisten eine auf individuelle Ziele zugeschnittene Fortbildung im Sinne des lebenslangen Lernens. Intensive Seminare, Arbeitsgespräche und Workshops mit renommierten KuratorInnen und PublizistInnen sowie weiteren erfahrenen VertreterInnen aus dem Ausstellungs- und Medienbereich dienen der praxisorientierten Vertiefung des Wissens über moderne und zeitgenössische Kunst, der professionell begleiteten Entwicklung und Umsetzung eigener Projekte sowie der regionalen wie internationalen Vernetzung der Studierenden. Ein konkretes Projekt, das die TeilnehmerInnen in enger Zusammenarbeit mit einem Museum oder einem Ausstellungshaus der Region entwickeln, qualifiziert für alle relevanten Bereiche zeitgemäßen Ausstellungsmachens. Intensives Schreibmentoring  macht die Studierenden mit den verschiedenen Gattungen und Verfahren des Schreibens über Kunst vertraut. Jährlich wechselnde Kooperationen ermöglichen den TeilnehmerInnen die Anwendung Ihrer erworbenen Qualifikationen bei der Entwicklung und Realisierung von Ausstellungen, der Konzeption und Durchführung von Symposien oder der Beteiligung an Ausstellungskatalogen. Der permanente Austausch zwischen Theorie und Praxis in allen Ausbildungsphasen bietet eine exzellente Vorbereitung auf die vielfältigen Herausforderungen im Museum, im Ausstellungswesen oder in den Medien. Das zeigt der erfolgreiche Übergang vieler unserer AbsolventInnen in qualifizierte Tätigkeiten.

Nordrhein-Westfalen bietet ideale Studienbedingungen. Das Rhein-Ruhr-Gebiet beheimatet nicht nur eine ebenso etablierte wie innovative Kunstszene sondern auch eine einzigartige Vielfalt und Dichte an Museen und Ausstellungshäusern für moderne und zeitgenössische Kunst sowie einen der wichtigsten deutschen Kunstumschlagsplätze. Das Kunstgeschichtliche Institut der Ruhr-Universität Bochum fügt sich hervorragend in das Kunstprofil der Region: Das Institut hat in Forschung und Lehre seinen Schwerpunkt auf Moderne und Gegenwart und verfügt – deutschlandweit einmalig – über hochkarätige Sammlungen zeitgenössischer Kunst. Der regelmäßige enge Austausch zwischen der Universität und ihren Kooperationspartnern garantiert die Aktualität der Lerninhalte und den hohen Standard des Studienprogramms.


Programmleitung:
Dr. Dorothee Böhm

Initiatorinnen:
Dr. Ulrike Groos (Kunstmuseum Stuttgart, ehemals Kunsthalle Düsseldorf) und Prof. Dr. Beate Söntgen (Leuphana Universität Lüneburg, ehemals Ruhr-Universität Bochum) .
 

Zielgruppe

Kunstkritik & Kuratorisches Wissen richtet sich an BerufseinsteigerInnen sowie bereits etablierte InteressentInnen (institutionell eingebunden oder freiberuflich tätig) aus dem Kunst- und Kulturbereich, die eine Professionalisierung für ihre zukünftige kuratorische und/oder publizistische Praxis im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst anstreben.

Dazu zählen etwa: Kunst-, Kultur- und MedienwissenschafterInnen, Museums- und AusstellungskuratorInnen, KritikerInnen, PublizistInnen, KünstlerInnen, GaleristInnen, GestalterInnen

 

Ziele

  • Vertiefung und Anwendung spezialisierten Wissens über zeitgenössische künstlerische Positionen
  • Kritische Reflexion des Kunst- und Ausstellungsbetriebs
  • Diskussion aktueller Theorien und Fragestellungen
  • Erwerb und Erprobung von Methoden zur Konzeption und Realisierung von Ausstellungen
  • Analyse und Entwicklung innovativer Formen der Präsentation und Vermittlung von Kunst
  • Erschließung und Umsetzung von Kategorien der Kunstpublizistik und Kriterien der Kunstkritik
  • Erschließung und Umsetzung von Kategorien der Kunstpublizistik und Kriterien der Kunstkritik

 

Struktur

Studiendauer
2 Semester
Der nächste Jahrgang beginnt am 1. Oktober 2013.

Das erste Semester vermittelt Grundlagen der Geschichte, Theorie und Praxis des Kuratierens sowie Kriterien und Kategorien der Kunstkritik.
Das zweite Semester dient der Entwicklung eines eigenen Ausstellungskonzepts (ohne Realisierungszusage).
In der vorlesungsfreien Zeit absolviert jede/r TeilnehmerIn eine 6-wöchige kuratorische Assistenz in einem der beteiligten Museen. Diese kann studienbegleitend an 1–2 Tagen fortgesetzt werden.

Leistungsnachweis:
kommentiertes Zertifikat

Studienbeitrag:
4.000 €

Eine Teilfinanzierung des Weiterbildenden Studiums durch die Bildungsprämie ist möglich. Informationen finden Sie hier: http://www.bildungspraemie.info/index.php

 

Resümees von AbsolventInnen

"'Kunstkritik & Kuratorisches Wissen' war für mich eine optimale Ergänzung zum vorher absolvierten Kunstgeschichtsstudium. Denn der Studiengang ist vor allem praktisch ausgerichtet und bereitet die TeilnehmerInnen mit seinem vielseitigen Angebot und seinem herausragenden professionellen Netzwerk auf das Berufsleben als Kuratoren und Kunstkritiker vor. Vor allem der enge Austausch mit Künstlern, Kuratoren, Museumsdirektoren und -mitarbeitern, half mir, mich inhaltlich zu positionieren und meine anschließende Kuratorentätigkeit mit der nötigen Souveränität auszuüben."

Sabine Becker, Jahrgang 2009/10; 2010-11 Kuratorin des Kunstvereins Leverkusen; 2011-12 Kuratorin der Kunsthalle FRISCH, Berlin; seit 2012 Referentin am ZIK München, Doktorandin an der Leuphana Universität Lüneburg


"Ich habe ein klassisches Kunstgeschichtsstudium mit Magister abgeschlossen; nach Praktika in verschiedenen Bereichen der Kunstwelt war ich im Zweifel ob ich 'zurück' an die Uni wollte. Der Aufbaustudiengang 'Kunstkritik & Kuratorisches Wissen' hat mir neue Einblicke eröffnet, und die Vertiefung berufspraktischer Qualifikationen in einem Umfang ermöglicht, wie es mein grundständiges Studium nicht leisten konnte. Durch den intensiven Austausch mit verschiedensten Kuratoren in der dichten Kulturlandschaft von Nordrhein-Westfalen hat sich das Arbeitsfeld Museum bzw. Ausstellungskonzeption für mich ausdifferenziert und bestätigt. Das Schreiben über Kunst in Zusammenarbeit mit Journalisten und Autoren hat mir geholfen meinen Stil zu finden. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht im journalistischen Bereich arbeiten werde, war diese Erfahrung sehr kostbar für mich, da ich so meine und auch fremde Texte für Kataloge und andere Publikationen mit professionellem Blick betrachte und redigiere. Die Kombination aus Magister- und Aufbaustudium hat mich vielseitig und einzigartig geprägt. Außerdem hat sich durch den weiterführenden Studiengang eine Stelle als wissenschaftliche Volontärin ergeben. Ein Glücksfall!"

Ines Rüttinger, Jahrgang 2011/12, Wissenschaftliche Volontärin am Museum für Gegenwartskunst, Siegen

IN KOOPERATION MIT

Kunsthalle Bielefeld
Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
Kunstmuseum Bonn
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
Dortmunder Kunstverein
Kunsthalle Düsseldorf
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
Kunstsammlung NRW, Düsseldorf
Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Julia Stoschek Collection, Düsseldorf
IMAI inter media art institute, Düsseldorf
Museum Folkwang, Essen
Museum Kurhaus Kleve
Museum Ludwig, Köln
Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kunstmuseen Krefeld
Museum Morsbroich, Leverkusen
Kunstverein Leverkusen
Museum Abteiberg, Mönchengladbach
LWL Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster
Museum für Gegenwartskunst, Siegen
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Kuehn Malvezzi Architekten

PrivatsammlerInnen und GaleristInnen der Region

Dozenten/
Gesprächspartner/
Gäste

Nairy Baghramian
Katia Baudin
Michael Bauer
Mary Bauermeister
Sven Beckstette
Nina S. Beitzen
Sven Bergmann
Jörg Biesler
Gesine Borcherdt
Matti Braun
Susanne Breidenbach
Sabeth Buchmann
Jacqueline Burckhardt
Lynne Cooke
Bice Curiger
Helmut Draxler
Bogomir Ecker
Morgan Fisher
Thomas Florschuetz
Erich Franz
Erich Gantzert-Castrillo
Peter Geimer
Peter Gorschlüter
Johannes Grave
Isabelle Graw
Ulrike Groos
Nicole Grothe
Andreas Gursky
Candida Höfer
Martin Honert
Karol Hordziej
Georg Imdahl
Nadia Ismail
Gregor Jansen
Dedo von Kerssenbrock-Krosigk
Gerd Korinthenberg
Felix Krämer
Doris Krystof
Pawel Ksiazek
Mischa Kuball
Wilfried Kuehn
Holger Kuhn
Achim Lengerer
Valeria Liebermann
Hubert Locher
Catrin Lorch
Niklas Maak
Agata Madejska
Iabelle Malz
Stephanie Marchal
Adam Mazur
Burkhard Mönnich
Christian Nagel
Marcel Odenbach
Agnieska Polska
Thomas Rehbein
Ulrich Rückriem
Bart Rutten
Melanie Sachs
Sven Sappelt
Thomas Scheibitz
Wilhelm Schürmann
Tino Sehgal
Andreas Siekmann
Katharina Sieverding
Janek Simon/Goldex Poldex
Christoph Tannert
Mark Themann
Axel Thiele
Rosemarie Trockel
Kia Vahland
Heike van den Valentyn
Jan Verwoert
Paloma Varga Weisz
Astrid Wege
Detmar Westhoff